August 2007 -
Olympische Spiele in Sins
Unter dem Motto «Olympische Spiele» fand auf dem Lettenareal in
Sins das diesjährige Reusstaltreffen statt, welches fünf
Samaritervereine entlang der Reuss über die Kantonsgrenzen
hinaus vereint. Die Mitglieder von vier Sportvereinen aus Sins
und Umgebung erteilten den Teilnehmenden eine Übungslektion in
der jeweiligen Sportart und liessen sie typische
Sportverletzungen an Figuranten verarzten.
Dass die im Grunde ernsthafte Aufgabe der Erste-Hilfe-Leistung
bei Unfällen aller Art durchaus auch ihre amüsante, gesellige
Seite hat, beweisen die alljährlichen Reusstaltreffen der
Samaritervereine Sins, Oberrüti, Dietwil, Rotkreuz, Meierskappel
und Gisikon-Root. Im regelmässigen Turnus wechseln sich die
Vereine ab mit der Organisation des Treffens, bei dem einerseits
an konkreten Fallbeispielen geübt wird, andererseits aber auch
Spiel, Spass und gemütliches Beisammensein nicht zu kurz kommen.
Herzlich begrüsst wurden die zahlreichen Teilnehmenden am
Mittwochabend, 20. Juni, vom Präsidenten des Samaritervereins
Sins, Franz Mettler, und der technischen Leiterin, Helga Kropf.
Mitwirkung der Sportvereine
Im bereitgestellten Fünf-Etappen-Parcours, welcher in bunt
zusammen gewürfelten Gruppen absolviert wurde, galt es ganz dem
Motto entsprechend, diverse Sportverletzungen zu behandeln. Jede
Station wurde von Mitgliedern eines Sportvereins aus Sins und
Umgebung geführt. Während sich die eine Gruppenhälfte den
verunfallten, gruselig echt mit blutigen Wunden und blauen
Flecken ausgestatteten Figuranten annahm (hergerichtet vom
Samariterverein Merenschwand), wurde der anderen Hälfte eine
Schnelllektion in der betreffenden Sportart erteilt.
Beim Schiesssportverein Abtwil/Oberrüti traf man beispielsweise
zwei bemitleidenswerte Jungs an, die mit einem
Schulterdurchschuss und einer Pfählungsverletzung - einem
durchbohrten Arm - ruhig auf die hilfsbereiten Samariter
warteten. Nachdem die Patienten notdürftig verarztet worden
waren, durfte man sich bäuchlings am Lasergewehr auf 12 Meter
Distanz versuchen. Auf dem Übungsgelände des Seilziehclubs wurde
man über die wichtigsten Grundregeln des Seilziehsports
aufgeklärt und durfte einmal selbst Hand anlegen. Zu behandeln
gabs an diesem Posten eine Krampfaderblutung sowie eine deftige
Rippenquetschung.
Der Skiclub Sins wartete mit einem offenen Beinbruch, einer
Handgelenksverstauchung und mit einem lustigen
Asphalt-Skiparcours auf, während beim Veloclub die verunfallten
Rennfahrer mit blutenden Schürfwunden und Hirnerschütterungen
neben ihren Rädern lagen. Die Sportlichen durften nach
vollendeter Hilfeleistung auf einer ganzen Reihe Hometrainer
unter kundiger Anweisung mal so richtig in die Pedale treten.
Schliesslich fand in der Turnhalle ein Geschicklichkeitsparcours
statt, bei dem zur Abwechslung Bälle statt Patienten auf Stäben
und Matten über Hindernisse transportiert werden mussten.
Daneben wurde das medizinische Wissen der Samariterinnen und
Samariter auf die Probe gestellt bei Fragen wie: Welche vier
Blutgruppen unterscheidet man, wie lange kann eine Hirnzelle
ohne Sauerstoffzufuhr überleben oder zu welchem Sinnesorgan
gehört die Schnecke. Na, hätten Sie es gewusst?!
Herzhaftes Abendessen und lehrreiche Rückschau
Bei einer
hausgemachten Reispfanne sowie einem Kuchen- und Tortenbuffet in
der Turnhalle Ammannsmatt erholten sich die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer von den ausgestandenen Strapazen und liessen die
einzelnen Hilfsaktionen Revue passieren. Dabei unterstützt
wurden Sie von Hobby-Filmer Heinz Schild, welcher den
Parcours-Verlauf mit seiner Kamera festgehalten hatte und den
Film nach dem Essen abspielte. Anhand der Aufzeichnungen wurden
Grundregeln aufgefrischt und Erfahrungen ausgetauscht.
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